Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf (BBNE)

ESF

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Die nachfolgenden Inhalte stammen aus dem Operationellen Programm für den Europäischen Sozialfonds (ESF) des Bundes (Deutschland) 2014-2020 (Version 1.4).

Kurzbeschreibung

Die Maßnahmen zielen darauf ab, Auszubildenden die Zusammenarbeit zwischen mehreren Gewerken und ihren Schnittstellen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung bereits in der Ausbildung nahezubringen. Zudem soll über "Work-Camps" über berufliche Möglichkeiten im Bereich Green Economy informiert werden. Diese Maßnahmen sollen letztlich zu einer klima- und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise beitragen.

Förderziel

Integration von Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Green Economy in die berufliche Ausbildung und die Hervorhebung von Berufen der Green Economy als Option der Berufswahl.

Fördergegenstände

Bildung, Qualifizierung, Beratung

Zuwendungsempfänger

Zusammenschlüsse aus Kammern, Berufsschulen, akademischen Initiativen, Bildungs- und Kompetenzzentren des Handwerks, Verbänden des Handwerks, der Heizungswirtschaft, der Erneuerbaren Energien, der Bauwirtschaft sowie Gewerkschaften und vergleichbaren Einrichtungen.

Förderfähige Gebietskulisse

Bundesweit

Art der Unterstützung

Zuschuss

Beschreibung

Mit der Entwicklung und praxisorientierten Erprobung von Modulen zur beruflichen Bildung für Nachhaltige Entwicklung werden die Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte in Hinblick auf den Übergang zu einer klima- und ressourcenfreundlichen Wirtschaftsweise gestärkt und die Arbeitsmarktrelevanz dieser Fähigkeiten unterstützt.

 

Vor diesem Hintergrund erstreckt sich die geplante Förderung unter anderem auf zwei Handlungsfelder und teilt sich dort jeweils in zwei Bereiche - beide Handlungsfelder sind auf informelles Lernen ausgerichtet und stark außerschulisch orientiert. Folgende Maßnahmen sind geplant:

Das erste Handlungsfeld soll auf die energetische Gebäudesanierung und dort insbesondere auf die Stärkung der Schnittstellen zwischen den beteiligten Gewerken fokussieren. Es werden neue praxisorientierte und auf informelles Lernen ausgerichtete Konzepte entwickelt und erprobt. Mit diesen soll eine gewerkeübergreifende Perspektive und Orientierungswissen zur energetischen Gebäudesanierung zugänglich gemacht werden. Des weiteren soll über die Entwicklung und Erprobung entsprechender Module die Schnittstellenproblematik zwischen den Gewerken praxisnah und am Auszubildenden orientiert, vermittelt werden.

 

Im zweiten Handlungsfeld liegt der Schwerpunkt unter anderem auf der Information über die beruflichen Möglichkeiten im Kontext Green Economy. Es soll zum einen über praxisorientierte Angebote mit Workcamp-Charakter ein orientierender Einblick in die breite Palette klima- und ressourcenschutzrelevanter Tätigkeitsbereiche gegeben werden. Gefördert werden sollen unter anderem mehrtägige/-wöchige Workcamps und vergleichbare Formate, mit einem Mix aus mehrfach nutzbarem Lernmodell und konkretem, praktischen Übungsobjekt (Häuser, Höfe etc. im handwerklichen Bereich). In Anlehnung an die europäische Jugendstrategie soll sich die konkrete Umsetzung am Peer Learning orientieren. Dabei sollen insbesondere Mädchen und Frauen ermuntert werden, technisch-naturwissenschaftliche Richtungen einzuschlagen. Zum anderen soll ein Schwerpunkt auf die Möglichkeiten einer Neuausrichtung bereits bestehender Berufe auf eine klima- und ressourcenfreundliche Wirtschaftsweise, also auf das "Greening" von Berufsbildern gesetzt werden. Auf bundesweit tourenden Informationsveranstaltungen (im Besonderen auf zielgruppen- und themenbezogenen Messen) sollen lebensweltnah und handlungsorientiert entsprechende Möglichkeiten aufgezeigt werden.

 

Sämtliche Aktivitäten (eingesetzte Materialien, Mobilität, Prozesse etc.) müssen nachhaltig im Sinne der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie gestaltet sein. Die pädagogische Konzeption soll sich eng und nachweislich an den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung orientieren.

Zielgruppe

Handlungsfeld 1: Auszubildende, Gesellen/-innen, Meister/-innen sowie Ausbildungspersonal.

 

Handlungsfeld 2: Junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen bzw. die Berufswahl überdenken.

Auswahlverfahren

Grundsätzlich werden die Förderungen im Rahmen von Ausschreibungsverfahren ausgewählt. Nach öffentlicher Aufforderung werden im Rahmen des vorgeschriebenen Verfahrens Maßnahmen und Projektträger ausgewählt. Durch die öffentliche Bekanntmachung ist somit ein unbeschränkter Zugang zum Auswahlverfahren sichergestellt. Die Auswahl erfolgt in nachprüfbaren Verfahren entlang rechtlicher Kriterien sowie nach Maßgabe des Operationellen Programms des Bundes, allgemeinen und spezifischen, fachpolitischen sowie finanziellen, geografischen und zeitlichen Auswahlkriterien.

Projektauswahlkriterien

Für nähere Informationen zu den Auswahlkriterien konsultieren Sie bitte die Seiten 109-110 des Operationellen Programms des Bundes.

Handlungsfelder

Bildung für nachhaltige Entwicklung und berufliche Qualifizierung

Subthemen

  • Berufliche Aus- und Weiterbildung und Berufsorientierung für eine "Green Economy/Society“

Stand: Oktober 2018