ESF-Sozialpartnerrichtlinie "Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern"

ESF

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Die nachfolgenden Inhalte stammen aus dem Operationellen Programm für den Europäischen Sozialfonds (ESF) des Bundes (Deutschland) 2014-2020 (Version 1.4).

Kurzbeschreibung

Die Maßnahme umfasst verschiedene Bereiche der Personalpolitik und Personalentwicklung, mit besonderem Blick auf benachteiligte Arbeitnehmergruppen. Diese sollen bei der Bewältigung struktureller Veränderungen in KMU, der Fachkräftesicherung und dem Umstieg auf die Green Economy helfen.

Förderziel

Ziel ist die Steigerung der Anpassungsfähigkeiten, Wettbewerbsfähigkeit sowie der Innovationskraft in KMU an dem Wandel, auch um eine höhere Beschäftigungssicherung und ein höheres Beschäftigungswachstum zu erreichen.

Fördergegenstände

Vernetzung, Kooperation, Information, Kommunikation, Beteiligung, Beratung, Bildung, Qualifizierung

Zuwendungsempfänger

Dieses Operationelle Programm macht keine spezifische Aussage bezüglich kommunaler Zuwendungsempfänger. Bitte prüfen Sie anhand weiterer Quellen (bspw. Förderrichtlinie), ob Sie bzw. Ihre Institution für diese Maßnahme als Zuwendungsempfänger in Frage kommen.

Förderfähige Gebietskulisse

Bundesweit

Art der Unterstützung

Zuschuss

Beschreibung

Mit den geplanten Maßnahmen zur Verankerung einer systematischen Weiterbildungskultur in Unternehmen, Organisationen und Branchen soll ein Beitrag zur Bewältigung der strukturellen Veränderungen in den KMU sowie zur Fachkräftesicherung geleistet werden. Hierbei werden die Anstrengungen der Sozialpartner sowie der Wohlfahrtsverbände unterstützt. Die entsprechenden Richtlinien werden in enger Abstimmung mit den Partnern entwickelt und umgesetzt.

 

Insbesondere sind folgende Maßnahmen geplant:

  • Berufsbegleitende Qualifizierung, Beratung und Coaching zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit von Beschäftigten.
  • Aufbau von Personalentwicklungsstrukturen insbesondere durch Qualifizierung von Schlüsselpersonen sowie älteren Beschäftigten und Förderung des Lernens im Prozess der Arbeit.
  • Vernetzung von Weiterbildungsstrukturen in KMU durch gezielte Beratung und betrieblichen sowie überbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen.
  • Initiierung von Branchendialogen u. a. mit dem Ziel, zukunftsfähige Bedarfe zu ermitteln und branchenspezifische Weiterbildungsstandards zu entwickeln.
  • Entwicklung lebensphasenorientierter Arbeitszeitmodelle und Karrierewegplanungen.
  • Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure zur Förderung der Chancengleichheit.
  • Einstiegs- und Anpassungsqualifizierung sowie Maßnahmen zur Personalgewinnung, bspw. durch den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit, insbesondere älterer Arbeitnehmer/-innen.
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Demographiefestigkeit sozialwirtschaftlicher Unternehmen, zum Beispiel in den Bereichen altersgerechte Personalentwicklung, gesundheitsförderliche Arbeitsbedinungen, Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben, Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen.
  • Anpassung von Qualifikationen an sich verändernde Anforderungen und technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich der "Green Economy".

Zielgruppe

Beschäftige in Unternehmen (KMU), vor allem An- und Ungelernte, Geringqualifizierte sowie Ältere, Frauen und Personen mit Migrationshintergrund sowie Beschäftigte aus gemeinnützigen Einrichtungen, Diensten und Verbänden und dort tätige Fach- und Führungskräfte (insbesondere ältere Beschäftigte), Personalverantwortliche, Einrichtungsleitungen und sonstige Mitarbeiter/-innen.

Auswahlverfahren

Grundsätzlich werden die Förderungen im Rahmen von Ausschreibungsverfahren ausgewählt. Nach öffentlicher Aufforderung werden im Rahmen des vorgeschriebenen Verfahrens Maßnahmen und Projektträger ausgewählt. Durch die öffentliche Bekanntmachung ist somit ein unbeschränkter Zugang zum Auswahlverfahren sichergestellt. Die Auswahl erfolgt in nachprüfbaren Verfahren entlang rechtlicher Kriterien sowie nach Maßgabe des Operationellen Programms des Bundes, allgemeinen und spezifischen, fachpolitischen sowie finanziellen, geografischen und zeitlichen Auswahlkriterien.

Projektauswahlkriterien

Ergänzend zu den allgemeinen Leitgrundsätzen gelten nach derzeitigem Planungsstand unter anderem die folgenden inhaltlichen Auswahlkriterien:

  • Kompetenz im Bereich der integrierten und nachhaltigen Personal- und Organisationsentwicklung in der Sozialwirtschaft zur Sicherstellung einer hohen Qualität sozialer Dienstleistungen.
  • Individuelle Anforderungen und Bedürfnisse der KMU.
  • Grad der Vernetzung in der Region, Zugang zur Zielgruppe und Erfahrung in der Beratung und Begleitung von KMU in personalpolitischen Handlungsfeldern.

Handlungsfelder

Bildung für nachhaltige Entwicklung und berufliche Qualifizierung

Subthemen

  • Berufliche Aus- und Weiterbildung und Berufsorientierung für eine "Green Economy/Society“

Stand: Oktober 2018