Vernetzung der Akteure und Förderung gemeinsamer Strategien und Werkzeuge zum Erhalt und zur Entwicklung von Schutzgebieten, -vorkehrungen und grünen Infrastrukturen, sowie zur Verbesserung der Qualität von Ökosystemdienstleistungen

EFRE (ETZ A, grenzübergreifend)

Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz

Die nachfolgenden Inhalte stammen aus dem Operationellen Programm "INTERREG V (A) Oberrhein (FR-DE-CH" (genehmigt am: 05.12.2014).

Kurzbeschreibung

Unterstützt wird die Vernetzung von Akteuren und die Förderung gemeinsamer Strategien und Werkzeuge zur grenzüberschreitenden Optimierung nicht-investiver Maßnahmen zur Verbesserung des Artenschutzes und der Qualität der Ökosystemdienstleistungen im Oberrheinraum.

Förderziel

Es werden folgende grenzüberschreitende Entwicklungen am Oberrhein verfolgt:

  • Erhalt bzw. Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Böden;
  • Verbesserung der Qualität der Oberflächengewässer und des Grundwassers;
  • Bewahrung von Grasland-, Feucht- und Waldgebieten.

Fördergegenstände

Wissenstransfer, Strategieentwicklung, Konzept-, Teilkonzepterstellung, Vernetzung, Kooperation

Zuwendungsempfänger

  • In erster Linie öffentliche Dienste und Behörden, Einrichtungen von öffentlichem Interesse und Vereine.
  • Darüber hinaus könnten auch öffentliche Verwaltungen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Kammern, Verbände und Stiftungen als Zuwendungsempfänger auftreten.

 

Hinweis: Bitte klären Sie die Förderfähigkeit Ihrer Institution frühzeitig mit den für die Förderung verantwortlichen Ansprechpartnern.

Förderfähige Gebietskulisse

Teilräume im westlichen Baden-Württemberg und südlichen Rheinland-Pfalz gehören zum Programmraum. 

 

Kooperationsmöglichkeiten bestehen mit Frankreich und der Schweiz als Drittland.

 

Achtung: Bitte prüfen Sie im Kooperationsprogramm und ggf. mit einem Ansprechpartner welche Teilräume der Staaten förderfähig sind.

Art der Unterstützung

Zuschuss

Beschreibung

Der Erfahrungs- und Informationsaustausch ermöglicht die Identifizierung geteilter Herausforderungen und Aktionspotentiale und fördert gegenseitige Lerneffekte. Durch die Erarbeitung und Umsetzung grenzüberschreitender Strategien können Vorgehensweisen und Instrumente abgestimmt und gemeinsame Zielsetzungen definiert werden. Die Einrichtung und Nutzung gemeinsamer Werkzeuge ermöglicht es, konkrete Handlungsbedarfe unmittelbar auf grenzüberschreitender Ebene zu adressieren. Dies betrifft das Monitoring der Artenvielfalt und der Qualität der Ökosystemdienstleistungen sowie die Harmonisierung von Definitionen und Referenzsystemen. Es umfasst aber auch die Umsetzung gemeinsamer Schutzmaßnahmen und die Bekämpfung der Umweltverschmutzung, etwa durch Aktionspläne, Handlungsempfehlungen oder abgestimmte regulatorische Vorkehrungen zum Schutz von Arten und Ökosystemdienstleistungen.

 

Beispiel für eine zu fördernde Maßnahme:

  • Gemeinsame Datenbank zum Monitoring des Schadstoffeintrags aus dem Weinbau in Böden und Grundwasser.

 

Hinweis: Weitere förderrelevante Informationen zur Maßnahme finden Sie im Kooperationsprogramm ab S. 52.

Zielgruppe

  • Gemeinden und öffentliche Dienstleistungsunternehmen, Forstwirte, Landwirte, Grund- und Waldbesitzer, sowie Unternehmen im Bereich der Agrarindustrie, des Verkehrs und der Wasser- und Energiewirtschaft.
  • Sämtliche geförderten Maßnahmen sollen den Bürgerinnen und Bürgern des Oberrheingebiets zugutekommen.

Zentrale Zuwendungsvoraussetzungen

Jedes ausgewählte Projekt muss einen eindeutigen Beitrag zum Wandel im Programmgebiet erwarten lassen, der durch eines der spezifischen Ziele verfolgt wird. Zu diesem Zweck müssen die Projekte insbesondere einen Bezug zu den Herausforderungen und prioritären Potentialen des Oberrheingebietes aufzeigen.

 

Die geförderten Projekte werden partnerschaftlich realisiert. Dies setzt voraus, dass sich je mindestens ein Partner aus mindestens zwei der am Programm beteiligten Staaten (Frankreich, Deutschland, Schweiz) an der Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung eines Projektes beteiligt. Grenzübergreifende Einrichtungen, die über eine Finanzierung aus mindestens zwei der am Programm beteiligten Staaten verfügen (Frankreich, Deutschland, Schweiz), können als Alleinbegünstigter im Sinne des Artikels 12, Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1299/2013 auftreten.

Auswahlverfahren

Nach Artikel 12, Absatz 1 der ETZ-Verordnung obliegt die Auswahl der Vorhaben dem Begleitausschuss des Programms.

 

Einzelne Projektideen können auf fortlaufender Basis geprüft, bei der Ausarbeitung eines Antrags auf Gemeinschaftsförderung begleitet und in die Förderung aufgenommen werden. Einzelne Projektideen können zu „Projektclustern“ zusammengefasst werden, wenn sich auf diese Weise eine höhere Wirksamkeit oder Effizienz der entsprechenden Vorhaben und damit ein größerer Beitrag zur Erreichung der einzelnen spezifischen Ziele sicherstellen lässt.

 

Die Auswahl von Vorhaben kann auch auf der Grundlage von thematischen Projektaufrufen erfolgen, und dabei ggf. an zusätzliche inhaltliche, strukturelle und administrative Kriterien geknüpft werden. Zur Auswahl der Vorhaben im Rahmen von Projektaufrufen können externe Experten herangezogen werden. Die Auswahl von einzelnen Vorhaben und die Erstellung von Projektclustern können ausgesetzt werden, sobald ein thematischer Projektaufruf geplant ist.

 

Die Auswahl von Vorhaben kann ebenfalls auf der Grundlage von territorialen Projektaufrufen erfolgen, die in einem oder mehreren Teilräumen des Programmgebiets umgesetzt werden.

 

Hinweis: Umfassende Informationen zum Verfahren für die Auswahl von Projekten finden Sie auf der Homepage des Interreg Oberrhein und im Kooperationsprogramm auf den Seiten 115/116.

Projektauswahlkriterien

Ausschlaggebend ist die inhaltliche Relevanz der entsprechenden Vorhaben für die Erreichung der dargestellten Zielsetzung für den gesamten Oberrhein.

 

Eine Übersicht zu Kriterien für die Auswahl von Projekten kann auf der Homepage des Interreg Oberrhein abgerufen werden. Förderrelevante Informationen zu den Projektauswahlkriterien finden Sie außerdem im Kooperationsprogramm auf S. 53.

Handlungsfelder

Umwelt- und Naturschutz

Subthemen

  • Inwertsetzung und Entwicklung von Natur, Landschaft sowie Flächen
  • Naturschutz und Landschaftspflege

Stand: Oktober 2018