Steigerung der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und Energiequellen in Unternehmen des Programmgebiets

EFRE (ETZ A, grenzübergreifend)

Schleswig-Holstein

Die nachfolgenden Inhalte stammen aus dem Kooperationsprogramm "Interreg V-A Deutschland-Dänemark" (genehmigt am: 17.12.2014).

Kurzbeschreibung

Steigerung der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und Energiequellen in Unternehmen des Programmgebiets.

Förderziel

Angestrebte Ergebnisse der Maßnahme sind:

  • Neue, umweltfreundliche ökoinnovative Lösungen, die den Energie- und Ressourcenaufwand von Unternehmen im Programmgebiet optimieren und mindern können.
  • Eine stärkere Sichtbarkeit der Kompetenzen und Stärken auf dem Gebiet der grünen Technologien außerhalb der Region.
  • Ein gesteigertes Bewusstsein und besserer Kenntnisstand in Unternehmen der Region, insbesondere KMU, zu Möglichkeiten der Energie- und Ressourcenoptimierung.

 

Bezug zur Ostseeraumstrategie:
Aktivitäten dieser Maßnahme können in Fragen der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien einen Beitrag zum EUSBSR-Prioritätsbereich „Energie“ leisten. Hier ist auch ein Beitrag zum EUSBSR-Querschnittsbereich „Nachhaltige Entwicklung und Bio-Ökonomie“ zu erwarten. Projekte werden einen Beitrag zum Schutz der Umwelt an und in der Ostsee und zur Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung durch erneuerbare Energien leisten.

Fördergegenstände

Strategieentwicklung, Konzept-, Teilkonzepterstellung, Vernetzung, Kooperation, Produktentwicklung, Markteinführung, Management, Verwaltung, Wissenstransfer

Zuwendungsempfänger

Unternehmen, insbesondere KMU, Branchenverbände, gewerbliche Entwicklungsnetzwerke, Clustermanagements, Behörden und halböffentliche Einrichtungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, öffentliche und private Verkehrsanbieter, Energieversorger.

 

Hinweis: Bitte klären Sie die Förderfähigkeit Ihrer Institution frühzeitig mit den für die Förderung verantwortlichen Ansprechpartnern.

Förderfähige Gebietskulisse

In Schleswig-Holstein: Kreise Nordfriesland, Ostholstein, Plön, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg sowie die kreisfreien Städte Flensburg, Kiel, Lübeck und Neumünster.

 

Kooperationsmöglichkeiten bestehen mit Dänemark.

 

Achtung: Bitte prüfen Sie im Kooperationsprogramm (KP, CP), S. 6 welche Teilräume der Staaten förderfähig sind.

Art der Unterstützung

Zuschuss

Beschreibung

Beispiele für Aktivitäten (nicht erschöpfend):

  • Entwicklung umweltfreundlicher und ökoinnovativer Lösungen für die optimierte Ausnutzung von Ressourcen und Rohstoffen, z. B. durch:
    • Optimierung des Materials und des Ressourcenverbrauchs.
    • Entwicklung und Austausch von Best Practice zur Umsetzung grenzübergreifender Konzepte und Business Cases zur Ressourcenoptimierung.
  • Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Fokus auf Energieoptimierung z. B. durch:
    • Verbesserung des Kenntnisstandes bei den Unternehmen der Region bez. der Möglichkeiten und Erträge von Energieoptimierung.
    • Entwicklung und Umsetzung von Lösungen zur Anwendung von erneuerbaren Energiequellen.
    • Entwicklung und Umsetzung von grünen Lösungen zur Reduzierung von CO2 und Luftschadstoffen wie Feinstaub, NO2 und SO2.
    • Etablierung einer Organisation, die die strategische Energieplanung der Region unterstützen kann.
  • Entwicklung und Erprobung nachhaltiger und umweltfreundlicher Logistik- und Verkehrslösungen, auch in Bezug auf einen emissionsarmen Seeverkehr, hierunter die Anwendung neuer Energiequellen im Transportsektor.
  • Stärkung der Geschäfts- und Vermarktungspotenziale in neuen und bestehenden Unternehmen in der gesamten Programmkulisse im Hinblick auf die Entwicklung neuer grüner Produkte und Lösungen.

 

Hinweis: Weitere förderrelevante Informationen zur Maßnahme finden Sie im Kooperationsprogramm ab S. 26.

Zielgruppe

In erster Linie Unternehmen, insbesondere KMU.

 

Daneben sind Forscher und Entwickler sowohl in Unternehmen als auch in Forschungs- und Bildungseinrichtungen angesprochen. Branchenverbände, Entwicklungsnetzwerke und einschlägige Cluster können unterstützend wirken, ebenso Behörden und öffentliche Einrichtungen und Energieversorger.

Zentrale Zuwendungsvoraussetzungen

Das Programm fördert keine Projekte im Hinblick auf die verkehrsmäßige und räumliche Infrastruktur. Dazu zählt u. a. die Anlage von Straßen und Schienen sowie Geh- und Radwegen. Aufwendungen für Neu- oder Umbauten sind nicht förderfähig. Desgleichen kann das Interreg-Projekt nicht den Erwerb von Grundstücken und Immobilien fördern.

 

Hinweis: Bitte klären sie die notwendige Anzahl Projektpartner direkt mit Ihrem Programmansprechpartner.

Auswahlverfahren

Das gesamte Antragsverfahren wird im Rahmen einer Analyse der Best-Practice Erfahrungen beider vorheriger Interreg-Programme aufgesetzt werden. Das Verfahren wird transparent sein und für die Antragsteller alle geeigneten Wege (z. B. Homepage, Handbuch, Workshops) beschreiben.

 

Das Antragsformular sowie Hilfestellungen können im Downloadbereich der Homepage des Inetrreg Programms Deutschland Danmark abgerufen werden.

Projektauswahlkriterien

Für alle Projekte aller Prioritäten gelten die unter Abschnitt 5 (Kooperationsprogramm, S. 56) näher dargestellten Leitgrundsätze des grenzüberschreitenden Mehrwerts, der Effektkette, der Nachhaltigkeit und der Additionalität unter Berücksichtigung der horizontalen Prinzipien.

 

Neben den Leitgrundsätzen für die Auswahl der Vorhaben gilt für diese Maßnahme zudem:

  • Dass aus dem Projektantrag ein deutlicher Fokus auf Umweltschutz und ein besonderes Verständnis für Nachhaltigkeit hervorgeht.
  • Dass ein klarer Bezug auf die Stärkenpositionen der Region gegeben ist, und zwar primär auf den Bereich Cleantech und Umwelt in der Ausrichtung der Projektziele und sekundär auf die anderen Stärkenpositionen in der Ausrichtung von Aktivitäten und Anwendungen des jeweiligen Projekts.
  • Dass aus dem Projektantrag klare Maßnahmen in Bezug auf die Verbreitung von Wissen über die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und Energiequellen in Unternehmen hervorgehen, einschließlich entsprechender Maßnahmen für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Eine Übersicht über Auswahlkriterien kann auf der Homepage des Interreg Programms Deutschland-Danmark abgerufen werden.

Handlungsfelder

Nachhaltiges Wirtschaften Energiewende und Klimaschutz

Subthemen

  • Ökologisch nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Verfahren, Unternehmen und Infrastrukturen
  • Sonstige Klimaschutz-/CO₂-Einsparmaßnahmen
  • Energieeffizienz, Energiemanagement und Energieeinsparung

Stand: Oktober 2018