Steigerung der Energieeffizienz sowie der Nutzung erneuerbarer Energien in öffentlichen Infrastrukturen einschließlich öffentlicher Gebäude

EFRE (IWB)

Berlin

Die nachfolgenden Inhalte stammen aus dem Operationellen Programm für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) des Landes Berlin 2014-2020 im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ (Version 1.2).

Kurzbeschreibung

Gefördert werden Investitionen zur energetischen Sanierung sowie der Steigerung der Energieeffizienz öffentlicher Gebäude und die Nutzung erneuerbarer Energien in diesen.

Förderziel

Den Energieverbrauch im öffentlichen Dienstleistungssektor wirkungsvoll reduzieren. Durch seine Vorbildfunktion soll der öffentliche Dienstleistungssektor dabei auch zu Investitionen auch anderer privater wie gewerblicher Akteure anregen.

Fördergegenstände

Ausstattung, Versorgungsinfrastruktur, Beratung, Demonstrations-, Modell- und Pilotvorhaben, Bauliche Maßnahmen

Zuwendungsempfänger

Hauptverwaltung und Bezirksverwaltungen, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, öffentliche Unternehmen, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Einrichtungen.

Beschreibung

Die Einsparmöglichkeiten des Energieverbrauchs sind vorab zu ermitteln. Bestandteil der Förderung können daher Beratungsmaßnahmen zur Energieeffizienz sein, die z. B. die Analyse von Einsparpotenzialen beinhalten und die den möglichen Investitionen in der Regel vorgeschaltet sind. Im Sinne einer Nachsorge zur Sicherung der langfristigen Nachhaltigkeit können nach Durchführung der Investitionen weitere Beratungen oder auch Schulungen in Anspruch genommen werden. Es wird somit ein integrierter Ansatz (Beratung-Investition-Nachsorge) verfolgt. Im Sinne dieses Ansatzes kann auch die erstmalige Einführung von Umwelt- und Energiemanagementsystemen gefördert werden.

 

Die Förderung betrifft:

  1. Energieeffiziente, technologieoffene Lösungen im Bereich z. B. der:
    • Gebäudehülle/-technik, Gebäudeleittechnik.
    • Querschnittstechnologien (wie Antriebe, Motoren, Druckluft, Beleuchtung, Wärmeerzeugung, Kälte-/Klimatechnologie, Lüftung).
    • Stoffstrom-/Ressourceneffizienz.
    • KWK.
  2. Erneuerbare Energien: Die Programme verfolgen einen technologieoffenen
        Ansatz und werden vorrangig zur Unterstützung der Wärmeerzeugung aus
        erneuerbaren Energien (Geothermie, Biogas, Solarthermie, Abwasser- und
        Abluftwärme) eingesetzt.

Zielgruppe

Berliner Bevölkerung, insbesondere Nutzerinnen und Nutzer der geförderten Einrichtungen.

Zentrale Zuwendungsvoraussetzungen

Eine Förderung aus dem EFRE soll dann durchgeführt werden, wenn ein echter Mehrwert besteht, d. h. wenn ein Ergebnis angestrebt wird, das über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht, sinnvoll nationale Förderprogramme ergänzt, aber nicht ersetzt, Vorbilder zur Nachahmung geschaffen werden oder integrierte örtliche sowie überörtliche Maßnahmenbündel eine hohe Effektivität und Ressourcennutzung versprechen.

 

Nicht förderfähig sind Investitionen in den Wohnungsbau. Es werden nur Gebäude gefördert, die der Öffentlichkeit zugänglich sind bzw. die einem öffentlichen Zweck dienen.

Auswahlverfahren

Die Auswahl der Projekte erfolgt auf Grundlage von Anträgen der Projektträger durch die fachlich zuständige Verwaltung oder einen durch sie beauftragten Dienstleister oder Geschäftsbesorger.

Projektauswahlkriterien

Das wichtigste Auswahlkriterium bei den Aktionen der gesamten Prioritätsachse ist der Effizienzwert eines Vorhabens (d. h. die CO2-Verringerung, die pro Einsatz von 1 Mio. € zuschussfähiger Gesamtausgaben in dem Vorhaben erreicht werden kann). In den vorgesehenen Wettbewerben werden Projektvorschläge, die alle anderen Rahmenbedingungen erfüllen, anhand des Effizienzwertes zur Förderung ausgewählt.

 

Über die Wettbewerbe hinaus sollen aber auch beispielhafte Leuchtturmvorhaben (z. B. Modellvorhaben im Denkmalschutz und besonders innovative Vorhaben) gefördert werden. Im Rahmen der Projektauswahl ist die Einbettung eines Vorhabens in ein bestehendes Integriertes Konzept positiv zu berücksichtigen, um andere Bezirke zur Erstellung eigener Konzepte zu motivieren. Genaueres wird die Förderrichtlinie regeln.

Handlungsfelder

Energiewende und Klimaschutz

Subthemen

  • Nachhaltige Energieerzeugung, -nutzung und -verteilung
  • Energieeffizienz, Energiemanagement und Energieeinsparung

Stand: Januar 2019